GESCHICHTE

Im Sommer 2007 wurde das Leben von Michelle Bradley nachhaltig durch ihre erste Reise nach Malawi/ Afrika geprägt. Während dieser Reise traf sie Father Joseph EKARI Makina. Joseph glaubte daran, dass Bildung der einzige Schlüssel ist um den Kreislauf extremer Armut in der malawischen Bevölkerung zu durchbrechen, er begeisterte Michelle mit seiner großen Leidenschaft dafür etwas zu tun. Während ihrer Zeit in Malawi sah Michelle, dass die Jugendlichen einen unbändigen Willen zu lernen haben; allerdings können die meisten Familien sich deren Ausbildung schlichtweg nicht leisten.

Im Mai 2009 wurde Joseph in einen schweren Autounfall verwickelt, der ihn für lange Zeit ins Koma brachte. Daraufhin reiste Michelle zurück nach Malawi. Sie traf Joseph’s Familie und fragte, ob sie in dieser schweren Situation irgendetwas tun könne – Joseph‘s Familie bat sie darum, seine Vision von „Bildung für alle“ in Malawi weiter zu verwirklichen.

Joseph und Michelle hatten oft davon geträumt eines Tages ihre eigene gemeinnützige Organisation ins Leben zu rufen. Im September 2009 war es dann soweit: Joseph’s Bruder Elias Makina und Michelle gründeten EKARI – in Joseph’s Namen, um dessen Vision, dass jeder ein Recht auf Bildung hat, zu verwirklichen und in der Hoffnung, dass Joseph wieder gesund werden würde. EKARI steht für Joseph’s traditionellen zweiten afrikanischen Vornamen. Es bedeutet „glücklich“. Leider verstarb Joseph im Februar 2014. Wir werden ihn nie vergessen und arbeiten jeden Tag dafür seine Vision wahr werden zu lassen.

Elias und Michelle gaben ihren Beruf in Bauwirtschaft resp. Architektur auf, um nochmals die Schule zu besuchen und zu lernen wie man EKARI erfolgreich leitet. Elias arbeitet nun vor Ort als Direktor für EKARI, Michelle als Executive Direktor in Seattle/ USA.

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Father Joseph EKARI Makina’s Geschichte mit seinen eigenen Worten:

Der Hintergrund für all das, [Jugendlichen die Möglichkeit auf Bildung zu eröffnen] ist mein eigenes Leben. Ich bin in eine arme Dorffamilie hineingeboren worden. Meine Großeltern konnten die Schulgebühren meines Vaters nicht zahlen als er 1940 auf die Highschool selektiert wurde. Sein Schulfreund schaffte es und wurde Pilot. Das schmerzte meinen Vater sehr. Das Versagen, meinen Vater nicht zur Schule schicken zu können, hat meine gesamte Familie belastet. Mein Vater war arm und arbeitslos. Meine Schwester und ich konnten mangels Schulgebühren 3 Jahre lang nicht zur Grundschule gehen. Als wir älter waren, bestanden meine Eltern darauf, dass wir zur Schule gingen denn sie wollten nicht dass wir den gleichen Fehler begehen und ihre Erfahrungen wiederholen. Ich weiß nicht wo ich heute ohne meine Eltern und eine Ausbildung wäre. Ich weiß was Armut bedeutet, denn ich hab sie in allen Lebensbereichen erfahren. Mehr als alles andere ist Bildung eine mächtige Waffe, die mein Leben verändert hat. Und deswegen möchte ich dieselbe Waffe [Bildung] nutzen, um das Leben anderer zu verändern und zu verbessern.

Die Entstehung von EKARI Deutschland e.V.

EKARI Deutschland e.V. wurde von insgesamt 9 Mitgliedern gegründet und am 31.05.2016 beim Amtsgericht Bonn als gemeinnütziger Verein eingetragen.

Die Idee zur Vereinsgründung entstand durch die gut 1,5 jährige Freiwilligentätigkeit von Tina Gläser bei EKARI in Phalombe/ Malawi. Tina nahm sich im Januar 2014 eine unbezahlte Auszeit vom Job und arbeitete bis Juli 2015 im EKARI Büro in Malawi. Der Kontakt zu Elias entstand eher zufällig über eine Volunteer-Webseite im Internet. Tina‘s Aufgabe war es, die internen Prozesse und Abläufe bei EKARI zu verbessern, bestehende und neue Kooperationen mit Lokalbehörden und anderen Organisationen aus- bzw. aufzubauen, die Effizienz bestehender Programme zu prüfen und zu erhöhen, neue Programme wie bspw. die Erwachsenenbildung aufzusetzen und Elias insgesamt unter die Arme zu greifen. Die Zeit in Malawi hat Tina sehr geprägt. Armut und Leid sind allgegenwärtig und trotzdem hatte sie noch nie Schüler mit einer solchen Leidenschaft beim Lernen gesehen. Die Menschen und die Arbeit die EKARI vor Ort leistet sind ihr sehr ans Herz gewachsen. Die Rückkehr in den deutschen Arbeits- und Lebensalltag war eine große Herausforderung. Noch in Malawi schmiedete Tina bereits Pläne mit Michelle und Elias, die Gründung eines deutschen EKARI Arms zu prüfen. Vier Monate nach ihrer Rückkehr war die Gründungsversammlung von EKARI Deutschland e.V. Zusammen mit 8 Freunden gründete sie den Verein, um EKARI in Malawi weiter zu unterstützen und es noch mehr Schülern zu ermöglichen in die Schule und auf die Universität zu gehen, und noch mehr Erwachsenen die Möglichkeit zu geben, sich nachhaltige Existenzgrundlagen aufzubauen.

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